Der Film

Rocksteady - The Roots of Reggae
ist eine musikalische Reise ins goldene Zeitalter der jamaikanischen Musik. Zum ersten Mal nach 40 Jahren kommen die Musikerinnen und Musiker der Rocksteady-Ära in Kingston zusammen, um ihren grossartigen Sound auferstehen zu lassen und ihre Geschichte zu erzählen.

Tonaufnahmen im ursprünglichen Tuff-Gong-Studio, seltene Archivbilder und Gespräche mit den Künstlern zu Hause und an historischen Orten zeichnen ein farbiges Bild der legendären Rocksteady-Zeit. Begleitet von zahlreichen Hits und Evergreens – „By the Rivers of Babylon“, „The Tide is High“ und „You Don’t Love Me Anymore (No No No)“ – werden die Gründer dieses grossen musikalischen Erbes, zu denen auch Bob Marley gehörte, vorgestellt.

1962 wurde Jamaika von der Englischen Krone unabhängig. Die darauf folgenden Jahre waren geprägt von Optimismus und Wirtschaftswachstum. Aufnahmestudios schossen überall aus dem Boden und stritten sich um die besten Sänger und Musiker, es wurde eine erstaunliche Anzahl an Songs herausgebracht, die Hits in Jamaika und in Übersee wurden. Darunter befinden sich Rocksteady-Perlen wie „You Don’t Love Me (No, No, No)“, „The Tide Is High“ und „Rivers Of Babylon“. Um 1968 jedoch wurde aus der Aufbruchstimmung eine Krise. Arbeitslosigkeit, Armut und Gewalt breiteten auf der Insel aus. Die Sänger nahmen die sozialen Probleme in ihre Lieder auf, und die romantischen Texte rückten in den Hintergrund.
Die Musiker, Sängerinnen und Sänger erzählen uns, wie sie diese turbulente Zeit der 1960er Jahre erlebten, in der sich die Karibikinsel politisch, sozial und ökonomisch stark veränderte.


Zu den Sängern im Film gehören Hopeton Lewis, jetzt ein Gospel-Reggae Sänger in New York, der mit 16 den ersten Rocksteady Song „Take It Easy“ aufnahm; Dawn Penn, heute als Sozialarbeiterin in London tätig, deren Rocksteady-Song „You Don’t Love Me (No, No, No)“ von vielen anderen Bands gecovert und zum Welthit wurde; Stranger Cole („Love Me Today“), der Jamaika für eine neues Leben in Kanada verliess; Marcia Griffiths, die „Queen of Reggae“, die ihre Solo-Karriere nie unterbrochen hat („The Tide Is High“); Ken Boothe, der ebenfalls immer noch auf Reggae-Festivals rund um den Erdball anzutreffen ist („Shanty Town (007)“); Derrick Morgan („Thougher Than Though“), der berühmte Ska-Sänger, der zahlreiche Rocksteady-Hits hatte; Leroy Sibbles („Equal Rights“), der als Teil der „Heptones“ unzählige Rocksteady- und Reggae-Songs schrieb; U-Roy („Stop That Train“), der berühmte „Toaster“, der als einer der Paten des amerikanischen Rap gilt; Judy Mowatt („Silent River Runs Deep“), die mit Marcia Griffiths und Rita Marley das Gesangstrio „I-Three“ bildete, das berühmte Gesangstrio von Bob Marley and the Wailers.

Zur Rocksteady All Star-Band gehören die Besten ihrer Zeit, die auch heute noch zu den besten Jamaikanischen Musikern gezählt werden, unter anderem Ernest Ranglin, Sly Dunbar, Jackie Jackson, Gladstone Anderson, Hux Brown, Lloyd Parkes und Scully Simms. In einem Gastauftritt erzählt Rita Marley von ihrem Leben in Trenchtown in den 60er Jahren mit Bob Marley und seinen Freunden.